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Projektberichte

Ein Tag in der Bretagne

01 Jul, 2005

Der Bausektor in Frankreich boomt, da es eine massive Nachfrage nach neuen Wohnflächen und Zweitwohnungen sowie der dazugehörenden Infrastruktur gibt. Der Wohnungsmangel hat auf dem Immobilienmarkt zu kräftigen Preissteigerungen geführt: Der durchschnittliche Immobilienpreis ist in den letzten Jahren um 86% gestiegen.

Im letzten Jahr allein wurden über 330.000 neue Wohnungen erstellt, und für 2005 wird mit einer weiteren Steigerung von 10% gerechnet. Motor dieser Hochkonjunktur sind Steuervergünstigungen für Investitionen in Mietwohnungen, die Investoren aus ganz Frankreich und selbst Übersee anlocken. Dieser Boom beschränkt sich nicht auf Küsten und Bergregionen, da viele Menschen auf der Suche nach einem Platz an der Sonne alte Immobilien kaufen und restaurieren, um sich ein Leben wie Gott in Frankreich zu gönnen.

Positive Folge dieser regen Bautätigkeit ist ein zusätzlicher Bedarf an Infrastrukturausbau wie Straßen, Parkplätze, Stromnetz, Wasserversorgung usw., wofür Bagger ja vorraussetzung sind. Letztendlich hat dieses große Land nur eine Bevölkerung von 62 Millionen, wovon sich 20% in der Region Ile de France (Paris und Umland) drängen. Während die Bevölkerungsdichte in den Niederlanden 393 Personen/km² beträgt, weist sie in manchen Regionen Frankreichs gerade einmal 14 Personen/km² auf. Daher besteht mehr als genug Platz für Wachstum, was äußerst erfreulich ist, wenn dies auch mit Hitachi-Baumaschinen geschieht.

Der französische Markt hat, wie gesagt, Hochkonjunktur. Letztes Jahr wurden 7.605 Minibagger, 2.816 Raupenbagger, 1516 Mobilbagger, 2258 Radlader und 49 Muldenkipper verkauft. Frankreich wurde zwar erst 2003 als Hitachi-Verkaufsgebiet etabliert, trotzdem verbuchte das Vertriebsnetz mit 15 Händlern bereits mehr als 1000 Neumaschinenverkäufe. Im Jahr 2004 wurde eine Absatzsteigerung der verschiedenen Produktbereiche von 22 bis 38% verbucht, wobei sich die Zaxis-Modelle 210 und Zaxis US als Bestseller erwiesen.

Laut Benoit Gobard, dem Marketing-Repräsentanten für Frankreich, liegt der Schlüssel für den langfristigen Erfolg von Hitachi in Frankreich in einer gut organisierten, zuverlässigen Kundenbetreuung, die prompt reagiert. "Für uns ist die wahrgenommene Qualität und Zuverlässigkeit entscheidend. Und da in unserem Geschäft die Qualität der Kundenbetreuung über den Erfolg wesentlich mitentscheidet, ist eine gute Produktunterstützung von essentieller Bedeutung," führte er aus. "Wir haben kräftig in die Ausbildung investiert und mehr als 90% unserer Techniker besuchen spezielle Schulungskurse in Amsterdam."

Didier Padovani, technischer Leiter des französischen Hitachi-Händlers Cobemat ist ein gutes Beispiel für diesen hohen Standard. Seine Ausbildung dauerte sieben Jahre (so lange wie die vieler Ärzte) und er absolvierte sie im Alter von 15 bis 22. Auch mit 35 Jahren lernt er noch dazu. Dem CAP-Abschluss (Berufsschule) folgte der BEP-Abschluss (Fachschulabschluss) und das Abitur. Danach ging es an die BTS (Technikerschule). Natürlich wurde die Ausbildung durch Praktika ergänzt. Nach seinem ersten Job als Mechaniker trat Didier Padovani 1999 bei Cobemat ein und arbeitete sich nach oben zum Werkstattleiter. Er ist für sieben Techniker verantwortlich, von denen vier immer im Außendienst aktiv sind. Wenn möglich besucht Didier selbst häufig viele Kunden. Diese freuen sich dann sehr, denn sie wissen, dass Sie dann den Topmann vor sich haben. Seit Anfang 2003 hat Cobemat mehr als 130 Maschinen verkauft. Das Verkaufsgebiet umfasst die Bretagne, Teile der Normandie sowie das Mündungsgebiet der Loire. Didier ist sehr geradlinig und könnte seinen Job nicht ausführen, wenn er nicht 100% vom Produkt überzeugt wäre.

"Vom Job her kann ich mir nichts besseres wünschen," sagt er. "Aber bevor ich mit Hitachi arbeitete, hatte ich es mit einer anderen, weniger erfolgreichen Marke zu tun, die auch weniger zuverlässig war und mir das Leben entsprechend schwer machte. Das änderte sich jedoch, seit wir es mit Hitachi-Maschinen zu tun haben, denn die sind extrem zuverlässig. Natürlich gab es die normalen Umstellungsprobleme am Anfang.

Aber im Vergleich zu unseren vorherigen Lieferanten konnten wir uns auf schnelle Kommunikation und hervorragende Produktunterstützung verlassen. Bei Hilfeersuchen ist Hitachi sofort zur Stelle. Solch eine Unterstützung sucht ihresgleichen. Wichtig ist auch, dass die Zuverlässigkeit und Qualität der Maschinen unübertroffen ist. Deshalb wächst auch unsere Firma, denn die Nachfrage nach Hitachi-Maschinen steigt gerade aufgrund dieser Qualitäten."

Dies wurde deutlich, als wir zusammen mit Didier den ersten Kunden des Tages bei Laval besuchten: eine große Recycling-Firma, die einen ZAXIS 160 W Radbagger zur Abfalltrennung und für Aufräumarbeiten einsetzt. Während er mit dem Dr ZX-Diagnosegerät die Betriebsdaten von den vielen Sensoren im Zaxis herunterlud, erläuterte Didier, dass dieser Bagger seit Juli 2003 5000 Betriebsstunden abgeleistet hat, ohne irgendwelche Leistungs- oder Funktionseinbußen zu zeigen. Und die Gefahr, dass eine Reifenpanne durch Glasscherben oder Schrott diese phänomenale Laufzeit beeinträchtigt, ist von vornherein ausgeschlossen: Dieses Modell ist mit Reifen bestückt, die eine spezielle Karkasse mit Schaumfüllung aufweisen.

Der Baggerführer, David Carre, ist ein Meister seines Fachs und war entschlossen, uns dies vor laufender Kamera zu beweisen. Blitzschnell trennte und lud er Paletten, Plastikplanen, Bürostühle, Kartons, Windschutzscheiben und Rohre in verschiedene Container für Holz, Stahl und Kunststoffe. Als Sondervorstellung trennte er zum Abschluss eine alte Matratze von ihrem hölzernen Gestell, dann das Gestell vom Metallrahmen, und nachdem er Holz und Metall in den entsprechenden Containern deponiert hatte, fasste er die Matratze mit dem Spezialgreifer, um damit den Ladeplatz zu kehren. Das nennt man Recycling!

"Der Zaxis 160W ist ein toller Bagger," sagte David. "Früher habe ich auf einem deutschen Radbagger gearbeitet, finde aber den Hitachi in jeder Hinsicht besser. Die Steuerung ist viel präziser, er fährt sich leichter und die Greifausrüstung ist fantastisch. Außerdem ist er extrem manövrierfähig."

Zudem war der Bagger für weitere 1000 Betriebsstunden gerüstet, denn Didier hatte keinerlei Einstellungen an der Maschine vorzunehmen. Daher konnte David seine Arbeit wieder aufnehmen, während wir zum nächsten Kunden aufbrachen: Carrière des Vallons - ein Granitsteinbruch in Louvigne de Bais, wo ein EX1200 in nur etwas mehr als 12 Monaten 2.300 Betriebsstunden akkumuliert hatte. Das prächtige Farbenspiel, das durch die Reflexion der frühen Nachmittagssonne im Fels entstand, begrüßte uns schon von weitem. Bei unserer Ankunft wurde eine Reihe von Muldenkippern mit mittelgroßen bis großen Felsen von einem EX1200 beladen.

Der Baggerführer, Hubert Joliviot, 49, kann auf etwa 22 Berufsjahre zurückblicken, doch arbeitet er erst seit 13 Monaten auf dem EX1200. "Mit dem Hitachi zu arbeiten ist ein Genuss," meinte er. "Er ist der erste seiner Art in Frankreich und er funktioniert wirklich hervorragend. Zudem ist er sehr komfortabel, auch im Sommer dank Klimaanlage. Dieses Modell bringt viel mehr Leistung als der Bagger, den ich zuvor hatte. Außerdem ist er sehr effizient, weshalb ich total zufrieden bin. Wir hatten auch bis jetzt keine Probleme, weshalb Didier heute nur eine Routinediagnose und Inspektion ausführt."

Nach dem schnellen Herunterladen der Diagnosedaten und einer kurzen Diskussion über Hydraulik, ließ Didier den Baggerführer seine Arbeit fortsetzen. Die hier abgebauten Felsen und Steine werden für den Straßenbau und als Schienenbett benötigt. Dieser Steinbruch enthält noch genug Gestein für die nächsten 30 Jahre. Hubert hat also noch viel zu tun. Glücklicherweise hat er den richtigen Bagger für diese Aufgabe.

Der letzte Besuch führte uns zu einem Zaxis 460LCH, der im Tiefbau in einem Vorort von Rennes eingesetzt wurde. Die Baufirma Schmitt, die an einer Unterführung zur Stauvermeidung arbeitete, hatte diesen Bagger von Cobemat gekauft. Michel Lobby ist der Baggerführer, der den Aushub vornimmt und die Böschung planiert. Da es sich um eine praktisch neue Maschine handelt, die erst 1103 Betriebsstunden gelaufen war, musste Didier für seine Inspektion vor Ort nicht viel Zeit aufwenden. Die Firma Schmitt hat diesen Bagger als Ersatz für einen in die Jahre gekommenen EX400 gekauft, der sage und schreibe 28.000 Betriebsstunden abgeleistet hatte. Wie Sie sich denken können, ist Michel über die neue Maschine sehr glücklich.

"Dieser neue Zaxis ist einfach toll. Er ist der leiseste Bagger, mit dem ich je gearbeitet habe, und bringt für seine Größe eine gewaltige Leistung. Er bietet eine hervorragende Traktion und Bedienungsfreundlichkeit, aber das bot sein Vorgänger auch. Aber es ist einfach schön, was neues zu haben und mit diesem Zaxis kann ich meine Arbeit einfach effizienter erledigen."

Im Hintergrund hänselten seine Kollegen Michel, als er für unsere Kamera posierte - aber in ihren Sprüchen konnte man einen Anflug von Neid verspüren. Er ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und blieb in der Kabine des Zaxis sitzen. Und in die lässt er keinen anderen, aber dafür kann man ihm ja keine Vorwürfe machen.

Als Didier zu seinem makellosen Kundendienstfahrzeug (das alle notwendigen Werkzeuge, Ersatzteile und Ausrüstungen enthält) zurückkehrte wurde deutlich, dass dies ein ruhiger Tag in einem sonst prall gefüllten Terminkalender war: Nur einige Inspektionen vor Ort mit Prüfung der Komponenten, um sicherzustellen, dass die Betriebsspiele den Vorgaben entsprechen, und dann natürlich die wichtigen Gespräche mit den Betreibern, um Feedback über die Maschinenleistung zu bekommen.

Nach dem "Absaugen" der Daten aus den drei Baggern mit dem bekannten Dr ZX, musste Didier nur noch zur Werkstätte zurückkehren und diese Parameter von seinem Palm PA-Computer in das Cobemat-Netzwerk hochladen. Diese Daten könnten dann bei Bedarf zur Hitachi Support-Abteilung in Amsterdam gesendet werden. Es war ein erfolgreicher Arbeitstag für diesen versierten Techniker, nicht zuletzt dank zufriedener Betreiber, zuverlässigem Gerät und einer hochwertigen Kundenbetreuung. Schließlich ist der Verkauf dieser Maschinen nur der erste Schritt einer langen Beziehung mit den Betreibern. Und Hitachi begleitet Sie auf der ganzen Reise.

 


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