Suche durch Google

Mehr Themen

Nachhaltige Entwicklung

16 Nov, 2010

Wilde und abgelegene Gegenden stellen die Hersteller von Baumaschinen vor außergewöhnliche Herausforderungen. In Finnland wird Hitachi mit seiner Palette von werks- und händlermodifizierten Baggern den Anforderungen der lokalen Geografie und den Bedürfnissen seiner Kunden gerecht. Hierbei kann sich Hitachi auf die Unterstützung seines Vertragshändlers und den von ihm angebotenen fachmännischen Kundendienst verlassen

Mit dem höchsten Waldanteil in Europa ist Finnland ein wichtiger Markt für Forstmaschinen. Die Birken, Kiefern und Fichten sind die wichtigsten Rohstoffe des nordischen Landes, das einer der größten Papier- und Kartonexporteure der Welt ist.

Ein weiterer wertvoller Rohstoff in Finnland ist Torf, den man in Feuchtgebieten findet, die ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Seine Torfreserven werden verwendet, um Wärme und Strom für den Industrie- und Privatbereich zu erzeugen. Unternehmen, die in der Forst- oder in der Torfindustrie des Landes aktiv sind, können mit dem ZX135USL-3 und dem ZX225USRL-3 unter zwei Hitachi-Baggern wählen, die speziell für Forstanwendungen entwickelt wurden. Beide werden von Hitachi Construction Machinery (Europe) NV (HCME) gefertigt.

Der ZX135USL-3 ist ein Kurzheckbagger mit einem langlebigen Unterwagen, mit verstärkten Oberwagen, Tragrollen, Ketten und Trittstufen, mit Laufrollenschutz und einer Schutzplatte auf dem Stiel. Seine hohe Bodenfreiheit sorgt für mehr Mobilität und eine höhere Stabilität auf Holzhöfen und in Wäldern.

Der ZX225USRL-3 verfügt über viele der Merkmale des ZX135USL-3 und sein Ausleger ist ebenfalls mit einer High-Lift-Anlenkung ausgerüstet. Das bedeutet, dass er eine größere Hubhöhe erreicht als das Standardmodell ZX225USRLC-3. Sowohl der ZX135USL-3 als auch der ZX225USRL-3 können mit einer Reihe von Arbeitsgeräten ausgerüstet werden, die sie extrem vielseitig machen.

Neben diesen beiden Modellen herrscht in Finnland aufgrund der weichen Böden in den Wäldern und Torfmooren auch eine hohe Nachfrage nach leichteren Maschinen. Um diesen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, wurde der Hitachi ZX110M-3 vom offiziellen finnischen Hitachi-Händler Rotator für den Einsatz im Forstbereich modifiziert.

Der ZX110M-3 basiert auf dem Standardmodell ZX110-3, wurde jedoch für den Einsatz auf weichen Untergründen, matschigen Böden und Steigungen konzipiert. Er verfügt über mehr Traktionskraft, eine höhere Bodenfreiheit und mehr Kontergewicht-Freiraum als das Standardmodell ZX110-3.

„Den ZX110M-3 und den ZX135USL-3 sieht man häufiger in den finnischen Wäldern und Torfmooren als den ZX225USRL-3, weil sie ideal für Arbeiten auf weichen, feuchten Böden sind”, so Janne Salomäki, Product Manager of Construction Equipment bei Rotator, dem offiziellen finnischen Hitachi-Händler.

Rotator begann 1983 mit dem Vertrieb von Hitachi-Baumaschinen in Finnland und hat in den vergangenen 27 Jahren zum Aufbau einer starken Markenidentität beigetragen. „Hitachi-Maschinen sind in Finnland beliebt für Forstanwendungen”, fügt Salomäki hinzu. „Die Marke ist länger als alle ihre Wettbewerber in diesem Sektor vertreten, daher hatten die Kunden Zeit, positive Erfahrungen mit Hitachi-Maschinen zu sammeln.”

Wir besuchten zwei Kunden, die in der Holz- und Torfproduktion tätig sind, um sich anzusehen, wie leistungsfähig die neuesten Hitachi-Modelle in den jeweiligen Umgebungen sind. Maanrakennus Vanonen Ky wurde im April 2009 ein ZX110M-3 geliefert, der dazu eingesetzt wurde, Gräben in einem Wald in der Nähe von Halmeniemi auszuheben. In Mittelfinnland hat O&J Salo einen ZX135USL-3 in einem Torfmoor in Hirvaskangas im Einsatz.

Maanrakennus Vanonen Ky gehört Antti Vanonen und seinem Vater. Das Unternehmen hat sich zwar auf die Forstwirtschaft spezialisiert, arbeitet aber auch auf kleineren Baustellen und hebt zum Beispiel Fundamente für Sommerhäuser aus. „Unser erster Hitachi war ein gebrauchter EX100M, den wir 2004 von Rotator kauften”, so Vanonen. „Als mein Vater unser Unternehmen gründete, hat er die Gräben mit einem Baggerlader ausgehoben.

Im Vergleich zur Arbeit mit Hitachi-Baggern war das harte Arbeit. Der EX100M hat 6.000 Betriebsstunden zuverlässig gearbeitet, daher entschieden wir uns, ein weiteres Hitachi-Modell zu kaufen. Wir wollten eine Maschine von derselben Art und mit ähnlichen Fähigkeiten.”

Die Basismaschine ZX110M-3 wurde vom HCME-Werk in Amsterdam geliefert. Rotator verstärkte den Unterwagen und lieferte ihn mit 900 mm breiten Ketten, die für einen geringen Bodendruck sorgen. Der Händler stattete ihn zudem mit Xenon-Scheinwerfern, einer Hydraulik für die Schnellkupplung und einem zusätzlichen Schutz an der Seite der Maschine und auf dem Kabinendach aus.

„Die Maschine ist mit Führungsschienen für die Ketten ausgerüstet, die an beiden Seiten des Laufwerksrahmens montiert sind, um die Langlebigkeit des Unterwagens zu erhöhen”, fügt Vanonen hinzu. “Gleichzeitig stabilisieren sie die Ketten auf unebenen Untergründen.”

Seit er 2009 geliefert wurde, hat der ZX110M-3 schon 1.740 Betriebsstunden gesammelt und sowohl Vanonen als auch seinen Vater beeindruckt. „Er ist leicht zu manövrieren und präzise”, sagt Vanonen. „Im Vergleich zum alten Hitachi ist er auch ein wenig schneller und kräftiger.”

Geschwindigkeit ist besonders wichtig, denn Maanrakennus Vanonen arbeitet überwiegend auf Auftragsbasis. An einem Tag von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends hebt der ZX110M-3 auf 1.000 m² nicht nur die erforderlichen Gräben aus, sondern gräbt auch 1.800 Flachlöcher auf einer Fläche von 4.000 m², in welche die neuen Bäume gepflanzt werden.

Die Maschine benötigt für diese Aufgabe zwei Anbaugeräte. Eines ist ein V-förmiger Löffel, der speziell für das Ausheben von Gräben entwickelt wurde, das andere wird dazu benutzt, das Torfmoor zu wenden und zu verdichten, so dass an dieser Stelle neue Bäume in den Boden gepflanzt werden können.

Zwischen dem Fällen und der Neubepflanzung liegen im Allgemeinen drei Jahre, doch früher ist immer besser als später, erläutert Vanonen: „Wenn man zu lange wartet, bevor man neue Bäume pflanzt, wird an dieser Stelle irgendetwas anderes wachsen und die neuen Wurzeln schwächen.”

Der ZX135USL-3 ist zwar Olavi Salos erster Zaxis-Bagger, doch seine Beziehungen zum Händler Rotator und zu Hitachi reichen bereits viele Jahre zurück. Seinen ersten Raupenbagger kaufte er 1976 von Salomäkis Großvater. Das erste Hitachi-Modell erwarb er 1995. Seitdem hat er weitere drei Hitachi-Maschinen gekauft, darunter einen EX100M, der er 1998 bestellt hat und der immer noch in Betrieb ist.

„Ich brauche mindestens zwei Maschinen für den Fall, dass eine stecken bleibt und von der anderen herausgezogen werden muss”, sagt er mit Blick auf den weichen Boden im Hirvaskangas-Torfmoor. Die Gesamtproduktionsfläche beträgt rund 400 Hektar, bei einer Torftiefe von bis zu vier Metern. Salo arbeitet hier in Vollzeit seit 1986 als Unterauftragnehmer für Vapo, den weltweit führenden Torfanbieter.

Seine Arbeit besteht darin, den Torf und das Holz auf der Fläche zu sammeln, bevor die beiden Materialien zu Brennstoff vermischt werden. „Dieser Brennstoff besteht zu 90 Prozent aus Torf und zu 10 Prozent aus Holzschnitzeln”, sagt Salo.

Rund 150.000 m³ Torf werden hier jährlich produziert. „Das variiert je nach Wetter zwischen 50.000 und 200.000 m³”, sagt Salo. „In einem regnerischen Sommer sinkt der Ertrag, weil der Torf erst noch getrocknet werden muss, bevor er geerntet werden kann.”

Im Juni 2010 wurde der ZX135USL-3 mit einem großen Rechen ausgerüstet, um das trockene Holz vor dem Zerspanen anhäufen zu können. Die Maschine wird auch mit einem großen Löffel dazu benutzt, um Bewässerungsgräben im Moor anzulegen und Torf zu transportieren und aufzuladen. Sie wird von Salo, seinem Sohn Jaakko und dem Vollzeitfahrer Timo Suominen bedient.

„Die Kabine bietet eine gute Sicht und das kurze Heck ist von Vorteil”, sagt Suominen. „Wenn ich den Lkw belade, brauche ich hinter mir nicht aufzupassen und man kann damit gut auf engem Raum arbeiten. Der Bagger arbeitet zudem sehr präzise und ich finde, die Steuerung ist leicht zu bedienen.”

Die wichtigsten Vorteile für Salo sind der geringe Bodendruck des Baggers und dass der Unterwagen beim Manövrieren über Felsen und Baumstümpfe soviel Bodenfreiheit bietet.

Rotator hat an dieser Maschine ähnliche Modifikationen vorgenommen wie am ZX110M-3 von Maanrakennus Vanonen, zum Beispiel Schutzkufen in den breiten Ketten. Sie wurde im Juni 2009 geliefert und hat jetzt 1.300 Betriebsstunden.

„Der ZX135USL-3 arbeitet perfekt”, sagt Salo. „Ich würde gerne mal eine Maschine in dieser Gewichtsklasse sehen, die noch weniger Bodendruck und noch breitere Bodenplatten hat. Doch ich weiß, dass dies ein Spezialsegment ist.”

Obschon dieser ZX135USL-3 in einer anderen Umgebung arbeitet als der ZX110M-3, lassen sich schnell einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Maschinen und ihren Vorteilen für O&J Salo und Maanrakennus Vanonen entdecken. Deutlich wird, dass beide Familienbetriebe sich darauf verlassen, dass ihre Hitachi-Bagger mit verschiedenen Anbaugeräten unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Sie verlassen sich auf die Modifikationen, die von Rotator und seinem Kundendienst-Support-Chain-Netz vorgenommen werden, das vom Hauptsitz in Tampere-Pirkkala aus koordiniert wird.

Zusätzliche Unterstützung für die Maschinen bietet auch das Hitachi-Start-Programm des Händlers, das dafür sorgt, dass Besitzer neuer Maschinen sämtliche Informationen erhalten, die sie brauchen, um die Arbeit mit ihrem Hitachi-Bagger aufzunehmen.

„Hierzu gehört ein Handbuch mit Einzelheiten zur Garantie, Wartungsbestimmungen, Informationen zu sämtlichen Anbaugeräten und optionalen Extras und die Kontaktdaten aller Rotator-Mitarbeiter”, erläutert Salomäki.

In der Gewährleistung der optimalen Leistungsfähigkeit der Hitachi-Maschinen sieht Rotator eine seiner Hauptaufgaben. Umfassender Kundendienst ist umso wichtiger für Kunden, die in entlegenen Waldgebieten oder Torfmooren arbeiten, ebenso wie der Ruf der Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Hitachi-Zaxis-Bagger.

Um PDF-Dateien lesen zu können, muss Adobe Readeropen new window auf Ihrem PC installiert sein.

Zum Seitenanfang