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Auf dem Wege der Besserung

01 Mai, 2009

Die hohen Öl- und Gaspreise und reichlich natürliche Energiequellen bescheren der russischen Baubranche derzeit einen Boom. Ob Strassennetze, Start- und Landebahnen oder Hafenterminals – mit öffentlichen Mitteln wird der Ausbau der Infrastruktur des Landes vorangetrieben. Wir besuchten eines der beteiligten Unternehmen. Hier ist man sehr stolz, nicht nur, weil man an der Verbesserung des nationalen Transportnetzes mitwirkt, sondern auch auf die wachsende Hitachi-Baumaschinenflotte

Wenn man Moskau Richtung Westen verlässt, trennt eine leere einspurige Straße in der Mitte der stark befahrenen Autobahn Moskau - Minsk den Verkehr, der auf beiden Seiten fließt. Sie darf nur von einem hohen Beamten und seinem Stab für die Fahrt von seinem Wohnort außerhalb Moskaus zum Kreml benutzt werden.

Dies zeigt, welche wichtige Rolle die russische Regierung in der Straßenbauindustrie spielt. Seit 2006 hat der Staat stark in den Ausbau von Autobahnen investiert, die Russlands große Städte verbinden und in die Metropolen der Nachbarländer führen. Bis 2020 wird sich die Gesamtlänge dieser Hauptverkehrsadern von 731.000 km auf rund 2,2 Millionen km verdreifacht haben.

Für die Autofahrer auf den stark verstopften Straßen in und um Moskau ist diese Investition in Höhe von geschätzten 1 Billion russischen Rubeln (€27,8 Milliarden) enorm wichtig. Sie wird zu langersehnten Verbesserungen der Infrastruktur des Landes führen. Die Straßenbauunternehmen verfügen jetzt über die Mittel, um die erforderlichen Maschinen und Geräte zu kaufen, und damit die Arbeiten durchzuführen. Es bieten sich ihnen zahlreiche Chancen. Für Firmen wie Transstroymechanizatsiya, ist es eine gute Zeit, um in der Branche tätig zu sein.

Transstroymechanizatsiya, eine Tochter der Inzhtransstroy Corporation, eines der größten Bauunternehmen in der russischen Föderation, hat sich auf Erdbewegungen und Straßenbau spezialisiert. Die 1500 Mitarbeiter können an bis zu sieben Projekten gleichzeitig arbeiten, von dem als ‘Venedig des Nordens’ bekannten St. Petersburg bis nach Sotschi im Südwesten, das 2014 Austragungsort der Olympischen Winterspiele sein wird.

Transstroymechanizatsiya hat seit seiner Gründung im Juni 2005 an mehreren staatlich finanzierten Projekten mitgearbeitet. Dazu gehörte der Bau von Start- und Landebahnen für Russlands größte Flughäfen, unter anderem für den dritten Terminal an Moskaus internationalem Flughafen Scheremetjewo.

“Daneben war das Unternehmen mit Erdarbeiten am Ausbau der Flughäfen Wnukowo, Adler, Yamar, Ufa und Sotschi beteiligt”, so Gumenyuk A Yuriy, Geschäftsführer von Transstroymechanizatsiya. “Wir haben Projekte für die Autobahn Tschita - Chabarovsk durchgeführt, an einer Ölstation in der Region Nachodka und weiteren Projekten von landesweiter Bedeutung mitgearbeitet.”

Transstroymechanizatsiya hat in der russischen Straßenbaubranche einen guten Ruf. Man ist stolz darauf, hochwertige Bauprojekte pünktlich und budgettreu durchzuführen. Möglich ist dies durch den Einsatz fortschrittlicher Bautechniken und moderner Ausrüstung, der für ein gleichmäßig hohes Produktivitätsniveau sorgt.

Das Unternehmen besitzt etwa 250 Baumaschinen, darunter 51 Muldenkipper. Mit insgesamt 24 Baggern und Radladern hat es mehr Maschinen von Hitachi als von jedem anderen Hersteller. Ein Drittel seiner Hitachi-Flotte, darunter vier Raupenbagger der mittleren Klasse und drei Mobilbagger, wurde 2008 geliefert.

“Hitachi hat in Russland einen guten Ruf und viele Unternehmen setzen Hitachi-Baumaschinen ein”, so Chefmechaniker Andrey Markov. “Die günstigen Kosten und die Zuverlässigkeit der Maschinen waren die Hauptgründe, warum sich Transstroymechanizatsiya von Anfang an für Hitachi entschieden hat. Der Markt ist von starkem Wettbewerb geprägt, daher sind Preis und Zuverlässigkeit wichtige Faktoren.

“Hitachi-Maschinen sind außerdem leicht zu bedienen und zu warten. Man kommt an alle Teile gut heran. Unter den ersten Maschinen, die wir 2006 kauften, waren die Bagger ZX350 und ZX450. Sie haben jetzt 14.000 Betriebsstunden auf der Uhr und es waren noch keine größeren Wartungsmaßnahmen nötig.”

Dies ist für das Unternehmen besonders wichtig, da es so sehr von seinen Maschinen abhängig ist. Jede hat drei Fahrer und ist 20 Stunden pro Tag im Einsatz. Die schwierigen Arbeitsbedingungen an fernen Orten und das raue russische Klima sind jedoch laut Markov kein Problem.

“Mit der richtigen Ausrüstung bereitet die Arbeit keine Schwierigkeiten”, erläutert er. “Im Winter kann die Temperatur zwar auf -30 °C sinken, aber die Maschinen arbeiten rund um die Uhr, daher haben sie keine Zeit, abzukühlen, oder Probleme beim Anspringen. Zudem wurden unsere Bagger speziell für Gebirgsbedingungen verstärkt.”

Eine der weniger anspruchsvollen Baustellen des Unternehmens ist derzeit die an der Autobahn Moskau - Minsk, 35 km westlich von Moskau. Aber sie ist nicht weniger bedeutend: Die 3000 km lange Straße führt über Minsk in Weißrussland bis nach Warschau und weiter nach Deutschland. “Sie ist Russlands Korridor in den Westen”, erzählt Markov stolz.

Etwa 350 seiner 1500 Beschäftigten arbeiten seit Februar 2008 an diesem 4 km langen Bauabschnitt. Das Projekt umfasst den beidseitigen vierspurigen Ausbau der bislang zweispurigen Fahrbahn und die Sanierung der alten Straße, die 1929 gebaut wurde. Die Fahrbahndecke wird aufgebrochen und das lose Material von den Baggern zu einem Brecher vor Ort transportiert. Transstroymechanizatsiya recycelt das Material und nutzt es für die Fahrbahndecke der neuen, breiteren Straße und weitere Projekte.

Auf dieser Baustelle sind vier Hitachi-Modelle im Einsatz: die Bagger ZX350LCH-3, ZX350H-3 (nur in Russland und im Nahen Osten erhältlich) und ZX180W und ein ZW310-Radlader. Die Fahrer arbeiten in 12-Stunden-Schichten und auch die Hitachi-Flotte des Unternehmens leistet ihren Beitrag.

“Wir sind absolut zufrieden mit der Leistung der Hitachi-Baumaschinen”, so Vorarbeiter Sergey Tridenezhkin. “Hitachi-Maschinen sind leistungsfähiger und zuverlässiger als die Maschinen anderer Hersteller. Es gibt keine Ausfallzeiten.”

Auch den Fahrern scheinen sie das Leben erleichtert zu haben. Neben der Ausstattung der Kabine mit Klimaanlage und einem komfortablem Sitz lobten die meisten Mitarbeiter die Manövrierfähigkeit der Hitachi-Bagger.

“Es ist, als ob sie zur Bequemlichkeit des Fahrers gebaut worden wären”, sagt Josef Karasik, der momentan mit einem ZX350LCH-3 arbeitet. “Am Ende meiner Schicht fühle ich mich nicht so müde wie früher, als ich mit anderen Maschinen gearbeitet habe.”

Im August 2008 befand sich Transstroymechanizatsiya in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Geschäftsführer Gumenyuk A Yuriy sagte, das Unternehmen rechne mit der Beauftragung für ein weiteres großes staatlich finanziertes Projekt. “Außerdem bemühen wir uns um einen Auftrag der russischen Eisenbahn”, bestätigte er.

Die erwartete Lieferung dreier neuer Zaxis-Bagger der mittleren Klasse und eines ZW220-Radladers wird Transstroymechanizatsiya zweifellos helfen, die neuen Aufträge zu erfüllen. Geliefert werden sie von dem offiziellen russischen Vertriebsshändler Techstroycontract (TSC). “TSC erfüllt alle unsere Anforderungen in puncto Kundendienst und Wartung”, so Markov.

TSC hat in Russland, dem größten nationalen Markt von Hitachi Construction Machinery (Europe) NV (HCME), 110 Niederlassungen. Durch effiziente Distribution, Logistik und die kontinuierliche Verfügbarkeit von Maschinen hat TSC dazu beigetragen, dass HCME sein Händlernetz schnell ausbauen konnte. TSC bietet seinen Kunden eine umfangreiche Servicepalette, einschließlich Vertrieb, Kundendienst, Vermietungsservice und Logistik. Darüber hinaus kann TSC eine breite Auswahl an Hitachi-Maschinen liefern, die nahezu alle direkt aus Japan kommen.

Neben der Erweiterung seines Fuhrparks hat Transstroymechanizatsiya auch in eine renovierte Werkstatt in Moskau investiert, wo die Maschinen und LKW repariert werden können. Markov und sein Team sind erst vor kurzem eingezogen. Dies beweist auch die große Vitrine, die in einem der Büros im neuen Lager steht und in der nur ein einziges ZW220-Modell steht.

“Nein, ich habe bis jetzt einfach noch keine Zeit gehabt, die anderen auszupacken”, schmunzelt Markov. Ohne es zu merken, hat er die momentane Stimmung auf dem russischen Baumarkt zusammengefasst: Bei den vielen Investitionen und den zahllosen Chancen, die sich in diesem riesigen, aufstrebenden Land auftun, wird es Zeit, in großen Dimensionen zu denken.

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